acousmatic danse floor 11.12.2015 - 10:00

Bleiburg in Kärnten, am
Donnerstag, 10. Dezember 19,30
und Freitag,11. Dezember 10,30
(Schulvorstellung mit anschließendem Gespräch)
mit Cornelia Scheuer, Choreographie und Performance
Ulrich Kaufmann, Bühne und Videoinstallation,
Dieter Kaufmann, Musik und Klangregie
Karl-Heinz Ströhle, Bühnenobjekte

ACOUSMATIC DANSE FLOOR

Die Kompositionen von Dieter Kaufmann („Herbstpathetique/La Mer/Adagio Herbst 2001“) sind der emotionale Ausgangspunkt, die Basis des Stücks. Cornelia Scheuer setzt sich der Wucht der Klänge aus, sie reibt sich an ihnen, lässt sich von ihnen treiben, geht in ihnen unter, kooperiert und revoltiert.
Eine enge Beziehung mit Höhen und Tiefen.

Die Performerin setzt sich Begrenzungen aus, bricht aus Begrenzungen aus, grenzt sich ein und grenzt sich aus, nützt Ränder und Übergänge um den Fokus auf das zu lenken, was ihr wichtig ist. Der einzelne Teil und das Gesamte! Die Zehe und das Universum?

Es gibt ein Innen und ein Außen. Sichtbares und Unsichtbares. Die Performerin versucht das Gleichgewicht zu halten, scheitert oder auch nicht. Oder ist auch das Absicht? Ein Spiel das das Leben spiegelt, das Ringen um das innere und äußere Gleichgewicht?
Wer bin ich? Wo steckt das ich? Bin ich Kopf? Bin ich Fuß?
Oder besitze ich diese nur?
Sie bewegt sich, indem sie sich fort bewegt, indem sie sich auf sich zu bewegt.
Kann man sich von sich selbst wegbewegen? Kann man etwas bewegen?

Cornelia Scheuer bewegt ihre Beine mit ihren Armen, mit ihrem ganzen Körper, mit Kreisen aus Metall. Grenzen fallen, Kettenreaktionen lösen an Ecken und Enden Bewegungen aus, lassen Stühle umfallen und versetzen die Metallskulptur von Karlheinz Ströhle in Schwingung. Schwingung die anhält: Innen und Außen – auch wenn der Applaus schon lange verklungen ist.

Die Performance spielt sich am Boden ab und wird medial frontal an die Wand gespiegelt. Der Performerin eröffnet sich eine Fläche, eine Bühne in der die Anziehungskraft in Frage gestellt wird, der ihr Körper gleichzeitig extrem ausgesetzt ist.
Das Video überträgt und zeigt naturgemäß immer einen Ausschnitt, zweidimensional, schneidet Details aus, um sie groß zu machen, um uns vor-zu-spiegeln, dass das alles sei!
Die Dreidimensionalität wird durch die Präsenz der Performerin in den Raum gebracht und das Publikum muss sich ständig entscheiden, wohin es die Aufmerksamkeit lenkt.